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Verein Zur Erforschung der Geschichte der Familie Kippenberg e.V.
Die getreuen Nachbarn
aus Bad Grund
Bad Grund (kip) Um 1700 lebten in Grund – im Grunde sagte man damals – zwei Bergleute. Sie waren Nachbarn und hielten fest zusammen. Sie hatten einen gemeinsamen Arbeitgeber und fuhren auch gemeinsam in die Grube ein.
Ihr Leben lang haben sie sich gegenseitig geholfen und als das vierzigste Lebensjahr gekommen war, erkrankte der eine von diesen beiden Nachbarn. Es war Andreas Kippenberg, der krank daniederlag – es hatte ihn in der Grube „aufgehudelt“. Sein getreuer Nachbar Heinrich Lotze besuchte ihn täglich.
An dem Tage, als Andreas Kippenberg starb, legte sich Heinrich Lotze aufs Krankenbett. Er starb schon nach wenigen Stunden Krankenlager.
Damit waren die getreuen Nachbarn nicht nur im Leben, sondern auch im Tod vereint.
Beide getreue Nachbarn wurden am 12. August 1726 nach den Eintragungen im Kirchenbuch nebeneinander beerdigt.
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Foto : Wappen, über der Eingangstür des ehemaligen RathausesDas Wappen der Bergstadt Bad Grund (Harz)
- Eisen, Schlegel und Löwen als Symbole -
(kip) Besondere Urkunden über die Verleihung der Stadtrechte an die ehemals sieben Oberharzer Bergstädte gibt es nicht. Die bergmännischen Siedlungen, die seinerzeit sehr schnell entstanden, sind vom Landesherrn von Anfang an als Bergstädte angesprochen worden. In den erlassenen Bergfreiheiten des jeweiligen Landesfürsten sind sie als Bergstadt genannt und damit bestätigt worden.
Grund erhielt im Jahre 1535 von Herzig Heinrich den Jüngeren (1514 - 1568), zugleich im Namen seines Bruders Wilhelm, den er von 1523 - 1535 gefangen hielt, die Stadtgerechtsame. Damit war auch das Recht verbunden, ein Wappen zu führen.
Das Wappen der Bergstadt Bad Grund ist mitten geteilt. Der obere Teil hat einen schwarzen Hintergrund, während der untere Teil einen silbernen Hintergrund hat. Auf dem schwarzen Teil ist ein Löwe mit roten Pranken und roter Zunge sichtbar. Im unteren Teil ist das Emblem des Bergbaus, Schlegel und Eisen abgebildet. Schlegel und Eisen sind schwarz, die Stiele dagegen braun. Das Wappenschild wird von einem dahinter stehenden goldenen Löwen, dessen Kopf mit Krone dem Betrachter zugewandt ist, mit den Vorderpranken gehalten.
Das Wappen der Bergstadt Bad Grund finden wir auch im Stadtsiegel wieder. Zunächst mag durchaus unklar sein, warum ein Löwe im Wappen abgebildet ist und ein weiterer Löwe das Wappenschild hält.
Wie wir von den Schützenfesten in Badenhausen, Gittelde und Windhausen wissen, spielt der Löwe als Preis für den besten Schützen eine besondere Rolle. Herzogin Elisabeth zu Braunschweig und Lüneburg stiftete für das jeweilige Schützenfest, das früher -als Grund noch ein Ortsteil von Gittelde war - abwechselnd in Bad Grund und in Gittelde stattfand, als wertvollen Preis einen Löwen aus Silber. Dieses Ehrenzeichen wird noch heute vom Schützenkönig an einer Halskette in Badenhausen, Gittelde und Windhausen getragen.
Dieser Siegerpreis der Schützen könnte der Grund sein, daß der Löwe im Wappen der Bergstadt aufgenommen wurde. Es könnte aber auch sein, daß damit die Verbundenheit der Bergstadt zum Herzogtum Ausdruck verliehen werden sollte.
Eisen und Schlegel sind Hinweise auf die seit Jahrhunderten bedeutendste Einkunftsart der Bergstadt, dem Bergbau, der wohl leider endgültig im März 1992 in Bad Grund und damit im Harz zu Ende ging.
Unser Foto zeigt das Wappen, das über der Eingangstür des ehemaligen Rathauses der Bergstadt Bad Grund angebracht ist.
18552005
Kurort Bad Grund kann 2005 auf eine 150-jährige Geschichte zurückblicken
Vor 150 Jahren wurde Bad Grund als Kurort gegründet. Nach alten Überlieferungen sollen schon 1510 die ersten Bäder in Bad Grund verabreicht sein. Die verwitwete Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg geborene Gräfin von Stolberg, die auf der nahegelegenen Stauffenburg lebte und die Bergstadt Bad Grund oftmals besuchte, hat 1510 in Bad Grund Schlackenbäder genommen. Ein prächtiges Glasgemälde im Atrium (Haus des Gastes) erinnert an diesen Ursprung des Bade- und Kurortes. Dieser ihrer Handlung wurde seinerzeit keine besondere Bedeutung beigemessen
Bad Grund (kip) Erst 1855 reihte sich die Bergstadt Grund in die Reihe der Kurorte ein. Der Berg- und Stadtphysikus Dr. Karl Heinricht Brockmann aus der benachbarten Bergstadt Clausthal, der Grundner Bergapotheker Karl Hermann August Helmkampff und der Rathauswirt Wilhelm Römer aus Grund legten am 1. Mai 1855 den Grundstein für den Bade- und Kurort Grund.
Zu dieser Zeit lebten etwa 1540 Einwohner in Grund und Eisenerz wurde am Iberg abgebaut und in Eisenhütten - überwiegend im Bereich des heutigen Hübichweges - geschmolzen.
Dr. Brockmann erkannte, dass das Harzstädtchen Grund durch seine Lage, von hohen Bergen mit Wiesen und Wäldern umgeben, als Kurort geeignet sei, Kranke wieder gesunden zu lassen.
Sein Bericht an die Königliche Regierung in Hannover wurde positiv aufgenommen. Der Bergapotheker Karl Hermann August Helmkampff errichtete die erste Kurbadeanstalt in Grund, die am 1. Mai 1855 eröffnet wurde.
Der Wirt Wilhelm Römer fand sich bereit, ein Gasthaus zur Aufnahme von Kurgästen einzurichten und für deren leibliches Wohl zu sorgen.
Im Helmkampffschen Badehaus wurden aus Fichtentriebe gewonnene Extrakte zu Wannen- und Dampfbädern und das Fichtennadelöl zu Inhalationskuren verwendet. Es wurden Fichtennadeldampfbäder angeboten. Weiter wurde Molke aus der ausgezeichneten Kuh- und Ziegenmilch der Bergstadtherden nach Appenzeller Art bereitet und in der Badenanstalt verabreicht.
Erst 1870/71 ließ sich in Bad Grund der erste praktische Arzt Dr. med. Freymuth nieder, der bis 1894 praktizierte.
An die Gründung des Kurortes Grund am 1. Mai 1855 erinnert ein Schild, das am Gebäude der ehemaligen Apotheke - heute Straße An der Post - neben dem Hotel „Römer“ angebracht ist.
Die steten Bemühungen um den Gast blieben nicht aus. Im Jahre 1955 zählte die Städt. Kurverwaltung 12 744 Kurgäste mit 202 026 Übernachtungen. In 2004 wurden rund 10.200 Gäste mit rund 60 000 Übernachtungen.
Die Gründung des Kurortes Bad Grund vor 150 Jahren dürfte Anlass genug sein, dieses Jubiläum würdig zu feiern, zumal unsere Vorvorderen die Jubliäen stets ausgiebig gefeiert haben.
Er nannte seine Gaststätte „Römers Hotel Rathaus“ (Farbbild oben). Der erste Kurgast war Major von Brandenstein mit seiner Gemahlin aus Hannover. Reiche Adelsfamilien folgten seinem Aufenthalt. Daran erinnert beispielsweise der Kurort-Gedenkstein am Hübichweg gegenüber dem Haus des ehemaligen Fuhrherrn Kippenberg.
Unsere Foto zeigen die ehemalige Apotheke „An der Post“ Anno Dazumal und heute
Winfried Kippenberg
Kirchengemeinde St. Antonius feiert 500-jähriges Bestehen
Handzeichnung der St. AntoniuskircheIn Jahr 2005 kann die Kirchengemeinde Bad Grund „St. Antonius“ auf ihr 500-jähriges Bestehen zurückblicken. 1505 wurde sie vom „Filial“ der Mutterkirche Gittelde selbständige Pfarrkirche.
Die Geburtsstunde der Kirchengemeinde „St. Antonius“ „Gittel im Grunde“ geschah am 29. Juni 1505, dem Tage der Apostel Petrus und Paulus. An diesem Tag erhob die auf der nahegelegenen Stauffenburg regierende und allseits geschätzte Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg geborene Gräfin von Stolberg durch eine eigenhändig unterzeichnete Fundationsurkunde die Antoniuskapelle zur selbständigen Pfarrkirche. Diese Jubiläum soll am letzten Wochenende im Juni 2005 mit einem Kirchenfest gefeiert werden.

Bad Grund (kip) Die verwitwete Herzogin Elisabeth, die 1495 die Stauffenburg als Leibgedinge erhielt, förderte den Ort „Gittel im Grunde“, so wie Bad Grund damals genannt wurde. Sie hat seinerzeit Schlackenbäder genommen haben und den Iberger Bergbau in Grund wesentlich gefördert und ausgebaut. Mit ihrer Unterstützung entstehen zahlreiche Eisenhütten und Stahlschmieden in der Bergstadt Bad Grund.
Ihr zu Ehren wurde die am Kurpark verlaufene Straße benannt. An ihr Wirken erinnert im Atrium (Haus des Gastes) an der stadtseits gelegenen Fensterfront ein Glasgemälde und der historische Holzwegweiser auf dem Marktplatz.
Bilder der Kirche im Wandel der Zeit

Die Grundner Kirchengemeinde, die die Bezeichnung „Gittel im Grunde“ führte, war Teil der Kirchengemeinde Gittelde. Der Flecken Gittelde weist zwei Kirchen auf. Beide Kirchen können auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Sie dürfen über das 10. Jahrhundert zurückreichen.
Die zu Ehren des Evangelisten Johannes geweihte untere Gittelder Kirche dürfte schon im 9. Jahrhundert gegründet sein. Sie entstand als Kapelle des Billunger-Kaiserhofes. Im 13. Jahrhundert nennt sie der Gittelder Pfarrer ausdrücklich Kapellan des Kaiserhofes; er zieht es sogar vor, diese Bezeichnung dem Titel „Pfarrer in Gittelde“ voranzustellen. Das Bistum Mainz erhob diese Kirche zur Pfarrkirche.
Foto: Mauritiuskirche in GitteldeDer Landbesitz beider Kirchen lag bezeichenenderweise im Mittelalter überwiegend nicht in Gittelde, sondern im Raum Seesen-Dannhausen. Ausgangs des Mittelalters war die Mauritus-Kirche die bedeutendere der beiden Gittelder Kirchen. Dies ist bis heute so geblieben.
Beide Kirchen waren bereits im hohen Mittelalter Pfarrkirchen und hatten „Filialen“. Zur Johanneskirche gehörte im Mittelalter das Dorf Windhausen und seit 1655 die Tochterkirche Badenhausen. Während die Badenhäuser Kirche dem Heiligen St. Martin geweiht ist, trägt die Windhäuser Kirche den Namen St. Johannis.
Ein noch heute in der Johannes-Kirche vorhandener gotischer Flügelaltar dürfte sicher der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zuzuordnen sein.
Die obere, dem Märtyrer Mauritius geweihte Kirche ist erst nach der Übertragung der Markt- und Münzrechte an das Bistum Magdeburg entstanden. Die Stiftskirche in Magdeburg ist ebenfalls dem Heiligen Mauritius geweiht. Die Mauritiuskirche in Gittelde muss wohl auch als magdeburgische Enklave innerhalb der sonstigen Zuständigkeit des Bistums Mainz anzusehen sein.
Die Mauritiuskirche war bis 1505 „Mutterkirche“ der Antoniuskapelle in Grund, die um 1465 durch den Hüttenbesitzer Hans Streit erbaut wurde. Der Erhebung dieser Kapelle zur Pfarrkirche mit Renten und Grundstücken am 29. Juni 1505 stimmte Burchard von Gadenstedt, Patronatsherr der Gittelder Kirche, und der Gittelder Pfarrer Johann Köler zu. Zu der Ausstattung der Grundner Kirche hat neben Hüttenbesitzer Streit höchstwahrscheinlich auch die Mauritiuskirche beigetragen. Weil 1505 schon eine Antoniuskapelle in „Gittel im Grunde“ (in Bad Grund) bestand, kann daher die Ev.-luth. Kirchengemeinde Bad Grund zugleich auch das Fest „500 Jahre St. Antoniuskirche“ am 26. Juni 2005 mit Stolz feiern.
Kirchenglocken der St. Antoniuskirche müssen erneuert werden
– Kirchengemeinde richtete Spendenkonto ein –
Bad Grund (kip) Zwei der drei Kirchenglocken der St. Antoniuskirche in Bad Grund müssen erneuert werden. Dies war das Ergebnis der Untersuchungen des Glockensachverständigen der Landeskirche. Zwei der Kirchenglocken sind Eisenglocken, die nach dem II. Weltkrieg gegossen wurden und seitdem zu gottesdienstlichen Feiern läuteten. Diese Eisenglocken haben nur eine begrenzte Haltbarkeit.
Nach gut 50 Jahren müssen diese Eisenglocken ersetzt werden. Eine Reparatur ist nicht möglich. Eisenglocken lassen sich nicht reparieren. Aus diesem Grunde läuten diese Glocken immer seltener, um deren Einsatzdauer für eine kurze begrenzte Zeit hinauszuzögern. Der Glockensachverständige der Landeskirche hat festgestellt, dass diese Eisenglocken nur noch höchstens ein bis zwei Jahre läuten können. Es steht die große Gefahr, dass die Glocken auseinanderbrechen und schwere Zerstörungen im Turm anrichten können.
Die Kirchengemeinde „St. Antonius“ möchte diese beanstandeten Eisenglocken schnellstmöglich durch zwei neue Bronze-Glocken ersetzen. Gleichzeitig sollte der Glockenturm erneuert werden.
Mit Kosten von 25 bis 30.000 Euro muss gerechnet werden. Mit Zuschüssen von der Landeskirche wird die Grundner Kirchengemeinde kaum rechnen können. Dennoch wurde ein entsprechender Antrag auf Fördermittel gestellt.
Wünschenswert wäre es, wenn mit der Feier „500 Jahre St. Antoniuskirche als selbständige Pfarrkirche“ am 26. Juni 2005 auch die neuen Bronze-Glocken zu diesem besonderen Kirchenfest läuten könnten. Pastor Klaus Lehmberg: „Wir sind nahezu auf uns selbst gestellt. Aus diesem Grunde bittet die Ev.-luth. Kirchengemeinde um Spenden für die neuen Glocken und einen neuen Glockenturm. Die Resonanz für Spenden ist gut. Dafür sei er sehr dankbar. Die Kirchengemeinde hat dafür ein Spendenkonto eingerichtet.“
Spenden für die Kirchenglocken können auf das Spendenkonto eingezahlt werden, das bei der Volksbank Oberharz Kontonummer 1667501 BLZ 26361299 eingerichtet wurde.
Pastor Klaus Lehmberg: „Jeder Euro hilft uns, dem Ziel der Anschaffung neuer Bronzen-Glocken näher zu kommen.“
Winfried Kippenberg - Am Forstamt 6 - 37539 Bad Grund (Harz) (+49 (0)5327-2468 - eMail kippenberg-badgrund@web.de

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