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Ankündigungen • Berichte • Ausflüge/Reisen • Fotos
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Mehr Klarheit bei Garantie und Gewährleistung
Neue EU-Label informieren über Rechte
Hannover (kip) Die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert: Seit dem 27. September 2026 müssen Verkäufer mit einem einheitlichen Label über gesetzliche Gewährleistungsrechte informieren. Dadurch sollen Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Rechte besser kennen und durchsetzen können, wenn sich bei einem gekauften Produkt ein Defekt zeigt.
Bisher herrschte bei Verbraucherinnen und Verbrauchern viel Unklarheit über die Begriffe Gewährleistung und Garantie. Teilweise wurde das von Verkäufern gezielt ausgenutzt, die bei Defekten pauschal auf den Hersteller verwiesen. Die neuen Label sollen für mehr Klarheit sorgen. Während die Gewährleistung ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer ist, handelt es sich bei der Garantie um eine freiwillige Leistung des Herstellers oder Händlers.
Gewährleistungslabel informiert auch über kostenfreie Reparatur
„Das Gewährleistungslabel klärt über die wichtigsten Aspekte der Gewährleistungsrechte auf, etwa über die Mindestdauer von zwei Jahren sowie über die Möglichkeit, zwischen der kostenfreien Reparatur und der kostenfreien Ersatzlieferung der Ware zu wählen“, sagt Markus Hagge, Rechtsexperte bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Diese Informationspflichten gelten bei Online-Käufen ebenso wie im stationären Handel und bei sonstigen Vertriebsformen.
Garantielabel schützt gesamte Ware
Neben dem neuen Gewährleistungslabel gibt es auch ein neues Garantielabel. „Das Garantielabel informiert über eine freiwillige Garantie des Herstellers. Diese Garantie muss die gesamte Ware schützen und für mehr als zwei Jahre gelten. Sie darf keine zusätzlichen Kosten verursachen“, so Hagge. Falls eine Garantie gewährt wird, besteht sie unabhängig von den gesetzlichen Gewährleistungsrechten.
Weitere Informationen zu Gewährleistung und Garantie sind auf Website der Verbraucherzentrale Niedersachsen zu finden.
Ich war nicht einer deiner guten Jungen.
An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat
Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.
Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.
Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens
An meinem Bau geformt und dich gemüht.
Du hast die besten Werte meines Lebens
Mit heißen Worten mir ins Herz geglüht.
Verzeih, wenn ich das Alte nicht bereue.
Ich will mich heut wie einst vor dir nicht bücken.
Doch möcht ich dir für deine Lehrertreue
Nur einmal dankbar, stumm die Hände drücken.
Joachim Ringelnatz (1883–1934)
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Mörike (1804-1875)
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit.
Christian Morgenstern (1871–1914)
Ein Wochenende voller Begegnungen: Klostermarkt Walkenried am 26. und 27. September 2026
Am kommenden Wochenende wird es rund um das mittelalterlichen Kloster Walkenried wieder besonders lebendig: Wenn es auf dem Klostervorplatz nach Kräutern und anderen Köstlichkeiten duftet, an den Ständen handgefertigte Produkte aus klösterlicher Werkstatt, Küche und Garten zu entdecken sind und Musik durch den Kreuzgarten klingt, ist wieder Klostermarkt.
Am 26. und 27. September laden von 10 bis 18 Uhr rund 30 Ordensgemeinschaften aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern zu einem besonderen Wochenende ein.
Seit 2008 verbindet der Klostermarkt Handwerk, Genuss und Begegnung mit der besonderen Atmosphäre des ehemaligen Zisterzienserklosters. Spirituelle und musikalische Angebote im Kapitelsaal sowie Gespräche mit Ordensleuten und ökumenische Begegnungen geben Raum für Austausch und neue Perspektiven.
Gleichzeitig ist der Klostermarkt ein Erlebnis für die ganze Familie: Kreistänze zum Mitmachen, Musik und Mitmachangebote für Kinder sorgen für ein abwechslungsreiches Wochenende. Der Besuch des ZisterzienserMuseum ist im Eintrittspreis enthalten.
Zwei Tage Klostermarkt für 10 Euro: Mit dem Kombiticket lässt sich das gesamte Wochenende erleben. Der Tageseintritt kostet 7 Euro, Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen und das Programm: www.kloster-walkenried.de
Für die Anreise mit dem Auto stehen zahlreiche kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Auch mit der Bahn ist der Klostermarkt gut erreichbar: Vom Bahnhof Walkenried sind es etwa zehn Minuten zu Fuß.
Weitere Infos:
ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried - Steinweg 4a - 37445 Walkenried
Besucherservice: Tel 05525-9599064 – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Fit für die Wärmepumpe: Kriterien und Praxistipps
Kostenloser Online-Vortrag der Verbraucherzentrale Niedersachsen
Hannover (kip) Die Verbraucherzentrale Niedersachsen macht auf einen Vortrag am 24. September 2026 zu dem Thema Wärmepumpe aufmerksam, Die Wärmepumpe gilt als zukunftsfähige Heiztechnik. Doch eignet sie sich auch für das eigene Haus? Welche Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb erfüllt sein sollten und worauf bei der Planung zu achten ist, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen im kostenfreien Online-Vortrag „Fit für die Wärmepumpe: Kriterien und Praxistipps“ am Donnerstag, den 24. September 2026, von 18:00 bis 19:30 Uhr. Ziel des Vortrags ist es, die eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und zu verstehen, welche Rolle unter anderem die Gebäudehülle, die Heizkörper und die Vorlauftemperatur für den erfolgreichen Einsatz einer Wärmepumpe spielen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/veranstaltungen
E-Auto: Lohnt sich der Umstieg?
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert
Hannover (kip) Die Verbraucherzentrale Niedersachsen teilt mit: Reichweite, Kosten, Förderung, Ladeinfrastruktur, Nachhaltigkeit – die Kriterien für oder gegen den Kauf eines Elektroautos sind vielfältig und teils schwer zu durchschauen. Fest steht: Nicht zuletzt wegen der gestiegenen Spritpreise kommt die E-Mobilität in Fahrt. Ein Umstieg kann sich lohnen. Wer von einem E-Auto profitiert, erklärt die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einem kostenlosen Online-Seminar.
„Ein Elektroauto kann für Verbraucherinnen und Verbraucher eine sinnvolle Alternative sein. Wer die eigenen Fahrgewohnheiten kennt und die Ladebedingungen realistisch bewertet, kann schnell herausfinden, ob sich ein Umstieg lohnt“, sagt René Zietlow-Zahl, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Für Menschen, die überwiegend kurze bis mittlere Strecken fahren und die Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden, ist ein E-Auto eine interessante Alternative zum Verbrenner. Moderne Elektrofahrzeuge erreichen heute häufig Reichweiten von mehr als 400 Kilometern und verfügen über Batterien, die auf viele Jahre der Nutzung ausgelegt sind. Der technische Fortschritt geht zudem deutlich voran.
Gesamtkosten im Blick
Elektroautos sind in der Anschaffung zurzeit noch häufig teurer als vergleichbare Verbrenner. Niedrigere Betriebs- und Wartungskosten sowie steuerliche Vorteile können jedoch einen Teil dieser Mehrkosten ausgleichen. Auch der Gebrauchtwagenmarkt entwickelt sich stetig weiter. Besonders attraktiv ist die Elektromobilität, wenn das Fahrzeug überwiegend mit günstigem Strom zu Hause oder aus der eigenen Photovoltaikanlage geladen wird. Dafür empfiehlt sich die Installation einer Wallbox. Diese wird an eine Starkstromleitung angeschlossen, sodass das Fahrzeug mit höherer Leistung und damit schneller und sicherer geladen werden kann. Haushaltssteckdosen sind für das regelmäßige Laden eines E-Autos nicht geeignet.
Weitere Informationen bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen auf ihrer Website und in einem Webinar am Dienstag, 29. September, 17 bis 18:15 Uhr. Dort erfahren Interessierte unter anderem, bei welchen Fahrprofilen sich ein Elektroauto lohnt, welche technischen Kennzahlen bei der Fahrzeugwahl wichtig sind und worauf beim Akku, bei der Reichweite und beim Laden zu achten ist.
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„Die Poesie heilt die Wunden, die der Verstand schlägt.“ |
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Novalis (1772–1801), deutscher Dichter der Frühromantik |
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„Das Privileg der Götter wie der Menschen ist das Lachen.“ |
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Demokrit (460–370 v. Chr.), griechischer Naturphilosoph |
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„Unter vielen schlimmen Dingen ist das Schlimmste eine scharfe Zunge.“ |
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Euripides (480–407 v. Chr.), griechischer Tragödiendichter |
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„Vom Unglück erst Zieh ab die Schuld; Was übrig ist, Trag in Geduld!“ |
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Theodor Storm (1817–1888), Schriftsteller |
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„Kunst ist zweifelsohne eines der reinsten und höchsten Elemente des menschlichen Glücks. Sie schult den Geist durch das Auge und das Auge durch den Geist. Wie die Sonne die Blumen färbt, so färbt die Kunst das Leben.“ |
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John Lubbock (1834–1913), britischer Anthropologe, Paläontologe und Botaniker |
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„Hindernisse sind jene furchtbaren Dinge, die du siehst, sobald du den Blick von deinem Ziel abwendest.“ |
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Henry Ford (1863–1947), US-amerikanischer Erfinder |
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„In dem Moment, in dem du die Schwierigkeiten akzeptierst, die dir gegeben wurden, wird sich die Tür öffnen.“ |
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Rumi (1207–1273) |
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„Alles auf der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluss an.“ |
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) |
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„Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“ |
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Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), deutscher Dichter |
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„Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.“ |
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Theodor Fontane (1819–1898), deutscher Schriftsteller |
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„Nur wer die Herzen bewegt, bewegt die Welt.“ |
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Ernst Haeckel (1834–1919), deutscher Naturforscher und Philosop |
„Das Problem zu erkennen ist wichtiger als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung“.
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„Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.“ |
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Henry Ford (1863–1947), US-amerikanischer Erfinder |
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„Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ |
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Arthur Schopenhauer (1788–1860), deutscher Philosoph |
Handle, reagiere nicht nur!
Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit 2026
Verbraucherzentralen bieten kostenfreie Online-Vorträge
Hannover (kip) Die Verbra<ucherzentrale Niedersachsen informiert: Hält eine nachhaltige Geldanlage, was sie verspricht? Wie lässt sich das Recht auf Reparatur durchsetzen? Und wohin mit den alten „Schubladen-Handys“? Auf diese Fragen geben die Verbraucherzentralen anlässlich der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit vom 18. September bis zum 8. Oktober 2026 antworten – digital und kostenfrei.
Umwelt zu schützen und Ressourcen zu schonen muss nicht mit Entbehrungen oder Einschränkungen verbunden sein. Ganz im Gegenteil: Mit ein paar Tricks lassen sich diese Ziele leichter umsetzen als gedacht. Die Verbraucherzentralen zeigen, wie es geht. In drei Online-Seminaren informieren sie über Nachhaltigkeit in der Geldanlage, stellen Möglichkeiten der Gerätereparatur vor und erklären, wie Mobiltelefone langfristig nutzbar sind. Interessierte finden Anmeldelinks für die Vorträge und weitere Informationen auf der Website der Verbraucherzentralen: Neu denken statt neu kaufen: Kaputte Elektrogeräte nachhaltig ersetzen.
Nachhaltig anlegen
Dienstag, 22. September 2026, 15:00 – 16:30 Uhr
Viele Menschen möchten mit ihrem Geld – neben einer angemessenen Rendite – auch einen positiven Beitrag für den Klimaschutz, die Umwelt, ethische oder soziale Belange erreichen. So erwägen sie eine Investition in nachhaltige Produkte. Der Online-Vortrag erklärt, was Nachhaltigkeit im Finanzbereich bedeutet. Außerdem gibt er Hilfestellung bei der Einordnung der Produkte und Tipps, was Interessierte bei nachhaltigen Finanzprodukten hinterfragen sollten.
Montag, 5. Oktober 2026, 14:00 – 14:45 Uhr
Das Recht auf Reparatur ist derzeit in aller Munde, denn Ressourcen sind endlich. Künftig sollen Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit haben, ihr defektes Gerät selbst zu reparieren oder eine Reparatur zu beauftragen. Was sie dabei beachten sollten, erfahren Interessierte in diesem Kurzvortrag.
Dienstag, 6. Oktober 2026, 12:00 – 12:45 Uhr
In Deutschland liegen mehrere Millionen ausrangierte Mobiltelefone ungenutzt herum. Dabei sind diese Geräte wertvoll und weit mehr als nur technischer Schrott. In diesem kostenlosen Online-Vortrag erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher, wie sie ihrem „Schubladen-Handy“ zu einem Comeback verhelfen können. Sie erfahren beispielsweise, wie sie herausfinden können, ob das alte Mobiltelefon noch sicher ist und ob sich eine Reparatur für ein kaputtes Gerät lohnt. Außerdem wird erörtert, welche Möglichkeiten es gibt, das alte Handy zu verkaufen. Auch die Frage, wie sich ausgediente Geräte umweltgerecht recyceln lassen, wird behandelt.
Im Homeoffice ungewollt Geld waschen? Achtung, Job-Scamming!
Verbraucherzentralen warnen vor Betrug auf dem Arbeitsmarkt
Hannover (kip) Die Verbraucherzentrale Niedersachsen teilt mit: Wer online nach Arbeit sucht, stößt leicht auf betrügerische Jobangebote. Das Gemeine dabei: Sie sind von seriösen kaum noch zu unterscheiden. Im schlimmsten Fall enden Arbeitssuchende damit, ungewollt Betrügern bei der Geldwäsche zu helfen. Die Verbraucherzentralen raten daher, Stellenanzeigen genau zu prüfen und klären, worauf zu achten ist.
Gefälschte Stellenanzeigen und täuschend echte Karriereseiten wirken heute professioneller denn je. Gleichzeitig sinkt der Aufwand, mit dem sich solche Betrugsmaschen umsetzen lassen. „Kriminelle können mittlerweile auf fertige Webseiten, gefälschte Identitäten und technische Infrastruktur zurückgreifen oder diese als Dienstleistung einkaufen. Zusätzlich erleichtert künstliche Intelligenz den Betrug mit Jobanzeigen zunehmend“, erklärt Kathrin Bartsch, Expertin für Digitales der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Daher werde es für Verbraucherinnen und Verbraucher immer schwerer, gefälschte Stellenanzeigen zu entlarven. Aber warum ist das wichtig? „Mit den Fake-Anzeigen haben es Kriminelle auf persönliche Daten der Bewerberinnen und Bewerber abgesehen. Diese nutzen sie, um Fakeshops, Accounts und (Bank)-Konten zu eröffnen oder Kredite aufzunehmen und Verträge abzuschließen“, erklärt Bartsch. Um das zu vermeiden, sollten Bewerberinnen und Bewerber bei der Jobsuche genau hinsehen.
Zu gut, um wahr zu sein
„Auch wenn sie seriös wirken und die Aufmachung sehr professionell ist, fallen immer wieder gewisse Ähnlichkeiten auf“, merkt die Expertin an. Fast allen betrügerischen Anzeigen ist gemein, dass Qualifikationen oder die Fähigkeiten der Jobsuchenden kaum relevant sind. Zeugnisse oder Nachweise werden im Bewerbungsverfahren nicht verlangt. „Daran sind Betrüger auch nicht interessiert. Vielmehr geht es darum, die Hürden für eine Bewerbung so gering wie möglich zu halten, damit genügend Bewerbende ihre Daten preisgeben.“ Ein weiteres häufiges Merkmal: Hundert Prozent Homeoffice. „Fake-Jobs benötigen keine Büroräume. Wird mit Tätigkeiten geworben, die bequem von zu Hause erledigt werden können, sollten Jobsuchende genau hinschauen“, rät Bartsch. Das gelte auch, wenn ein exaktes Gehalt ausgewiesen wird: Seriöse Anzeigen geben in der Regel nur eine Besoldungsstufe oder einen groben Rahmen an. Betrügerische Angebote locken dagegen mit einem genauen Stundenlohn.
Erst Vertrauen, dann Datenabfrage
Häufig stellen Betrüger durch ein seriöses Auftreten, Telefonate oder Chats Vertrauen her – analoge Kontakte finden hingegen nicht statt. „Ein persönlicher digitaler Kontakt ist aber kein Echtheitsnachweis“, warnt sagt die Expertin. Spätestens, wenn Bewerberinnen und Bewerber vor dem Unterzeichnen des Arbeitsvertrags ihre Kontodaten, ihren Ausweis oder ihren Versicherungsnummernachweis übermitteln sollen, ist Misstrauen angebracht. Bartsch rät, in solchen Fällen sofort den Bewerbungsprozess zu beenden. Das gelte auch, wenn ein Video-Ident-Verfahren verlangt wird. „So plausibel der vorgeschobene Grund auch klingen mag, mit dieser Masche eröffnen Kriminelle ein Bankkonto zwecks Geldwäsche“, sagt Bartsch.
Tipps für die Jobsuche
Jede vielversprechende Stelle sollten Verbraucherinnen und Verbraucher daraufhin prüfen, ob der Arbeitgeber seriös ist. Dazu recherchieren sie am besten das Unternehmen, nicht nur die Stellenanzeige. Ist die Stelle auch auf der offiziellen Karriereseite des Unternehmens zu finden? Zudem sollten die offiziellen Kontaktdaten des Unternehmens genutzt werden – zum Beispiel, um zu prüfen, was bei Eingabe der Adresse in einen Online-Kartendienst angezeigt wird. So enttarnt sich mitunter die ein oder andere Briefkastenfirma. Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen kann zusätzlich erste Hinweise über die Seriosität des Unternehmens geben.
Sind Verbraucherinnen und Verbraucher bereits auf ein betrügerisches Stellenangebot hereingefallen, hilft der Notfall-Check der Verbraucherzentralen: verbraucherzentrale.de/jobscamming-notfallcheck
Weitere Informationen zum Betrug mit Jobanzeigen auf: verbraucherzentrale.de/was-ist-job-scamming
Winfried Kippenberg • Am Forstamt 6 • 37539 Bad Grund (Harz)
Tel. +49 (0)5327-2468
